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	<title>Verbundenheit &#8211; Von wegen Sokrates</title>
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		<title>Warum vermissen wir einander?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Freese]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 22:02:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir beginnen mit vielen Beispielen, was wir vermissen können. Zunächst natürlich geliebte Personen, Familienangehörige, Partnerpersonen, Freunde. Dann auch Personen, die wir vielleicht gar nicht mögen, aber gewohnt waren. Darüber hinaus auch Orte wie das Zuhause, der Geburtsort, einen Platz mit dem schöne Erfahrungen verbunden sind. Letzteres ist im engeren Sinne ja nicht &#8222;einander vermissen&#8220;, jedoch &#8230; <p class="link-more"><a href="https://vonwegensokrates.de/warum-vermissen-wir-einander/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Warum vermissen wir einander?“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir beginnen mit vielen Beispielen, was wir vermissen können. Zunächst natürlich geliebte Personen, Familienangehörige, Partnerpersonen, Freunde. Dann auch Personen, die wir vielleicht gar nicht mögen, aber gewohnt waren. Darüber hinaus auch Orte wie das Zuhause, der Geburtsort, einen Platz mit dem schöne Erfahrungen verbunden sind. Letzteres ist im engeren Sinne ja nicht &#8222;einander vermissen&#8220;, jedoch gilt auch das Argument, dass alle Orte schließlich auch immer mit Menschen verbunden sind. Selten vermissen wir menschenleere Orte. Aber auch das kommt vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir vermissen also oft Personen oder auch Orte, mit denen wir schöne Erfahrungen verbinden</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und was sagt uns das Vermissen? Etwas fehlt, ein Mensch, ein Ort, ein schönes Gefühl. Da sind die zwei, die jahrelang eine Fernbeziehung geführt haben. Sie haben vermisst, der anderen Person ganz nah zu sein, zu berühren. Es ist, als ob diese eine Person etwas ganz Besonderes ermöglicht. Da ist die freundliche Großmutter und ihr Apfelkuchen. Seit sie gegangen ist, ist auch der Apfelkuchen nicht mehr derselbe. Vermissen scheint eine tiefe emotionale Spur in uns zu bezeichnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was wir vermissen, ist auf eine gewisse Art nicht austauschbar, eben einzigartig.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das scheint die Spur zu sein, <em>warum</em> wir etwas vermissen. Eben weil es so einzigartig ist, so besonders, unersetzlich. Es fehlt einfach diese eine Person. Dieser eine Ort. Natürlich wäre es klüger, etwas anderes als Ersatz zu wählen. <em>If you can&#8217;t have what you love, love what you have.</em> Doch darum geht es nicht, wenn wir vermissen. Es spricht eine große Wertschätzung aus diesem Gefühl. Wenn nicht dies, dann gar nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Vermissen bedeutet eine besondere Wertschätzung für eine bestimmte Person.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum also vermissen wir? Weil es uns das wert ist? Nun, wir sind uneins, ob es wirklich eine Wahl ist. Zu stark scheint manchmal das körperliche Vermissen, das schmerzliche Sehnen nach etwas Verlorenem. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es mag also das Vermissen etwas in einem Zwischenraum sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Was bringt uns in Verbindung miteinander?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Freese]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2025 22:56:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Diesen Abend ist es nicht schwer, Beispiele zu finden und es steigt sich deutlich die große Kraft der sokratischen Haltung und Methode. Ausgehend von alltäglichen Beispielen gelangen wir Philosophierend zu allgemeinen philosophischen Aussagen. Vom &#8222;kürzesten Weg zwischen zwei Menschen&#8220; &#8211; einem Lächeln &#8211; bis zur Frage der Existenz selbst reichen dabei die Argumente. Doch langsam &#8230; <p class="link-more"><a href="https://vonwegensokrates.de/was-bringt-uns-in-verbindung-miteinander/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Was bringt uns in Verbindung miteinander?“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Diesen Abend ist es nicht schwer, Beispiele zu finden und es steigt sich deutlich die große Kraft der sokratischen Haltung und Methode. Ausgehend von alltäglichen Beispielen gelangen wir Philosophierend zu allgemeinen philosophischen Aussagen. Vom &#8222;kürzesten Weg zwischen zwei Menschen&#8220; &#8211; einem Lächeln &#8211; bis zur Frage der Existenz selbst reichen dabei die Argumente. Doch langsam der Reihe nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir beschreiben zunächst verschiedene Ebenen von Verbindung. Zum einen kann Verbindung entstehen, wenn wir uns schlichtweg begegnen. Mit einem Lächeln, mit einer Frage, mit einem Anliegen oder auch in einer Notlage. Dann kann Verbindung auch technisch erzeugt sein, über das Telefon, einen Videocall, Medien allgemein. Auch können viele Menschen über ein Thema verbunden sein, ohne sich individuell zu kennen, in einem Fußballstadion, einer politischen Initiative, einer Religion.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verbindungen können in direkter Begegnung oder auch technisch oder durch ein gemeinsames Thema vermittelt entstehen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und hier entsteht auch bereits ein erster Dissens: sind dies alles bereits <em>Verbindungen</em>? Oder sollten wir unterscheiden zwischen <em>Verbindungen</em> und zum Beispiel <em>Begegnungen</em> oder <em>Kontakten</em>? Zumindest scheint es unterschiedliche Qualitäten von Verbindungen zu geben. Einige gehe ich freiwillig ein, andere nicht, wie zum Beispiel in der Familie. Auch kann sich die Verbindlichkeit der Verbindungen erheblich unterscheiden, zum Beispiel zwischen einer engen Freundschaft oder Partnerschaft und einem freundlichen Grüßen in der Nachbarschaft. Und da ist auch die Kollegin, die vielleicht gar nicht mit mir in Verbindung sein möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verbindungen können sich in ihrer <em>Verbindlichkeit</em> deutlich unterscheiden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Überhaupt scheint der Wortstamm Verbindung/Verbindlichkeit bedeutsam zu sein. Ich gehe eine Verbindung ein und binde mich an eine andere Person. Dies ist sogar in existenzieller Hinsicht lebensnotwendig, zumindest zu Beginn des Lebens. Ohne Verbindung kein Überleben. Damit wird nun auch das Lösen einer Verbindung wichtig. Vielleicht möchte ich gar nicht in Verbindung sein oder zumindest nicht mehr oder nicht in der Qualität.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was mich in Verbindung bringt, erzeugt zugleich etwas, das eine Verbindung lösen kann.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und da ist schließlich auch die Zeit, in der Verbindungen geschlossen werden und wieder gelöst. Freundschaften, Liebesbeziehungen, Arbeitsverträge, Ausbildungsgänge, Schulzeiten &#8230; Ja, auch mein Leben kann ich betrachten als eine immer enger werdende Verbindung mit mir selbst, vielleicht dann und wann in einer Krise unterbrochen und schließlich im Tod aufgehoben. Denn um eine Verbindung zu erleben, braucht es den Abstand zwischen mir und den anderen, zwischen mir und mir selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was uns in Verbindung bringt, sollte zugleich uns auseinander halten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist dies ein Trost, wenn wir uns nicht genug verbunden fühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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