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	<title>Obdachlosigkeit &#8211; Von wegen Sokrates</title>
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		<title>Was können wir tun, um Obdachlosigkeit abzuschaffen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Freese]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 22:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein besonderer Abend unter dem Motto Engagiert euch! Zu Gast sind Oliver und Lisa von Fifty-Fifty und auch Marcus alias Krickel Krakel, ein ehemals obdachloser Künstler aus Düsseldorf. So erhalten wir anders als sonst zunächst viele Informationen über das Thema. Wir fragen nach und informieren uns, lernen einiges über soziale und politische Bedingungen, die Obdachlosigkeit &#8230; <p class="link-more"><a href="https://vonwegensokrates.de/was-koennen-wir-tun-um-obdachlosigkeit-abzuschaffen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Was können wir tun, um Obdachlosigkeit abzuschaffen?“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein besonderer Abend unter dem Motto <em>Engagiert euch!</em> Zu Gast sind Oliver und Lisa von Fifty-Fifty und auch Marcus alias Krickel Krakel, ein ehemals obdachloser Künstler aus Düsseldorf. So erhalten wir anders als sonst zunächst viele Informationen über das Thema. Wir fragen nach und informieren uns, lernen einiges über soziale und politische Bedingungen, die Obdachlosigkeit entstehen lassen. Und auch, dass zumindest aus Sicht von Fifty-Fifty, Obdachlosigkeit zu <em>überwinden</em> ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es gibt vielfältige und komplexe soziale, gesellschaftliche und politische Bedingungen, aus denen Obdachlosigkeit entsteht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind uns einig, dass Obdachlosigkeit nicht mit unseren Werten vereinbar ist. Da werden genannt, das Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben. Das Recht, als Mensch grundsätzlich in sozialer Sicherheit zu leben und in vergleichbarer Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Das Grundrecht auf eine Wohnung. Und allgemein humanitäre Werte von Solidarität und Mitmenschlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir können Obdachlosigkeit mit Blick auf unserer Werte nicht akzeptieren.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und was können wir tun, um Obdachlosigkeit zu überwinden? &#8222;Alles was hilft, hilft zunächst einmal,&#8220; sagt Oliver. Darüber hinaus sollten wir versuchen, die strukturellen Ursachen, die Obdachlosigkeit entstehen lassen und aufrecht erhalten zu beseitigen. Wir erhalten auch Unterstützung von unserem &#8222;Gastphilosophen&#8220; des Abends, Jeremy Bentham. Aus Sicht des Begründers des Utilitarismus geht es bekanntlich darum, das größte Glück für die größtmögliche Anzahl von Menschen zu realisieren. Einzelmassnahmen zur Linderung von Not sollten aus seiner Sicht daher immer auch durch nachhaltige systemische Lösungsansätze ergänzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Obdachlosigkeit zu überwinden bedarf auch nachhaltiger Lösungsansätze, um langfristig Obdach zu sichern.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir diskutieren verschiedene Ansätze und Konzepte. So können wir Personen ohne Obdach einfach bedingungslos eine Wohnung überlassen. Dieser als &#8222;housing first&#8220; bekannte Ansatz hat bereits vielen Personen in Düsseldorf und weltweit eine sichere Wohnung ermöglicht. Auch genannt wird die Bedeutung von bezahlbarem Wohnraum und aktiver staatlicher Beteiligung am Wohnungsbau, Stärkung von Genossenschaften und kommunalen Bündnissen. Dadurch soll Obdachlosigkeit durch Verdrängung vorgebeugt werden. In der Diskussion wird klar, dass es keine einfachen Lösungen gibt, sondern viele komplexe Fragestellungen, die einer politischen Antwort bedürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Um Obdachlosigkeit vorzubeugen und langfristig Obdach zu sichern bedarf es auch politischer Antworten auf sehr komplexe Fragen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche äußern, sie fühlen sich als einzelne Menschen von dieser Komplexität überfordert. Früher gewohnte Milieus und Solidaritäten bestehen nicht mehr, manche neue seinen fragwürdig oder gar abzulehnen. Fortschreitende soziale Individualisierung scheint die Verantwortlichkeit für Obdachlosigkeit von der Gesellschaft auf die einzelne Person zu verschieben.  Darauf antworten einige damit, dass es daher darauf ankommt, dem entgegen zu wirken, im persönlichen Umfeld für die Werte einzustehen, sie zu verbreiten und persönlich zu leben. Dann könnten neue Netzwerke von Solidarität und nachbarschaftlicher Unterstützung entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Als einzelne Personen können wir zudem durch gelebte Werte von Mitmenschlichkeit den sozialen Zusammenhalt stärken und Ausgrenzung entgegen wirken.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit kommen wir auf die Frage zurück, was wir persönlich tun können, um alltägliche Not zu lindern. &#8222;Niemand ist freiwillig auf der Strasse!&#8220; erinnert uns Marcus aus seiner Erfahrung an unsere Verantwortung. Ansprechen statt Wegsehen, Respekt und ein kurzes Gespräch, aber auch materielle und finanzielle Hilfe sind uns möglich und wirken Ausgrenzung und Not entgegen. Wem das zu nah ist, der kann lokale Initiativen unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist vor allem wichtig, so lernen wir heute, Lösungen zu sehen anstatt Probleme, Möglichkeiten zu handeln anstelle von Hindernissen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist praktizierte Philosophie.</p>
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